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Halbzeit auf Sizilien! Nach zwei anstrengenden Tagen voll neuer Bekanntschaften und Sightseeing geht es am bisher sonnigsten Tag in Marsala an die Arbeit.

Der Morgen beginnt mit einem Seminar über Sucht und Abhängigkeit.

Dr. Bianco Antonella und ihr Team bringen uns die Gründe sowie die Folgen von „stoffgebundenen” Suchtkrankheiten nahe. Rauschmittel wie Alkohol erzielen die Wirkung, dass die als unbefriedigend empfundene Ausgangssituation verbessert scheint. Mit der „Ernüchterung” kann ein Teufelskreis entstehen, bei dem der Wunsch eines erneuten Rausches mit jedem Konsum mehr in den Lebensmittelpunkt rückt. Dies bezeichnet man als den „Belohnungseffekt".

Folgen einer Sucht reichen von psychischen Problemen über körperliche Schädigungen bis hin zu einem verfrühten Tod.

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Brunnen vor dem Rathaus in Marsala

Nach einer Kaffepause gehen wir in die Innenstadt Marsalas, und zwar zunächst zum Rathaus. Dort findet ein Treffen mit der Assistentin des Bürgermeisters von  Marsala statt. Doktor Professor Annamaria Angileri erzählte uns von den Problemen der Region wie zum Beispiel der Umweltverschmutzung, die Folge einer schlechten Müllentsorgung. Um die Situation zu verbessern, soll auch das Entsorgungssystem Deutschlands als Vorbild gelten. Frau Angileri erzählt uns von dem Migrationsproblem ganz Italiens. So entscheiden viele Italiener, aus Gründen der Jobknappheit das Land zu verlassen. Für die Zukunft erhofft sich die Assistentin des Bürgermeisters ein erhöhtes Interesse der Jugendlichen, sich an der Verbesserung der vorherrschenden Zustände zu beteiligen.

Auf den Besuch des Rathauses folgt eine kurze Mittagspause, nach der wir in den bereits am Montag gebildeten Gruppen beginnen, an unserem Projekt zu arbeiten.

Im Rahmen dieses Projektes gilt es, sich bis Freitag kreativ mit "Gesundheit und Wohlergehen" auseinander zu setzen. Hierbei soll ein Produkt entstehen, beispielsweise ein Plakat, ein Video oder ein Song. Meine Gruppe mit den fünf Italienern Adriana, Emanuela, Samuele, Lorena und Silvia sowie dem Kroaten Tin, der Ungarin Mesa, der Isländerin Tobba, der Spanierin Lorena und mir wird ein Poster mit dem Titel „The greatest wealth is your health”entwerfen.

Anschließend fahren wir mit dem Bus in den Ort Mazarra del Vallo, welcher Heimat der größten Fischerkolonne ganz Italiens ist.

Dort besuchen wir die Kathedrale von Mazarra, welche ursprünglich zwischen 1086 und 1093 entstand.

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Innenraum der Kathedrale von Marzarra

Die zwei Stunden der Freizeit nutzen wir ganz unterschiedlich. Während einige sich in Geschäften auf die Suche nach Mitbringseln machen, einen Spaziergang entland der Strandpromenade unternehmen oder es sich in Bars gemütlich machen, genießen Larissa und ich mit den Spanierinnen Lorena und Sara Crêpes mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Zuletzt bekommen wir im Restaurant sizilianische und italienische Spezialitäten wie Panelle, Bruschetta und Pizza.

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Nach der Ankunft in Marsala lassen wir den Tag mit Bowling und viel Spaß ausklingen.

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Kim Geertsma (Erasmusseminarfach "Gesundheit, Frau und Mann in Kunst und Literatur")